Demenzbegleitung

"Im Leben ist nichts als Gegenwart."

Goethe

Demenzbegleitung, therapeutische Alltagsbegleitung, aufsuchende Arbeit, Hausbesuche

Therapeutische Demenzbegleitung bedeutet mehr als nur Betreuung im Alltag. Durch meine therapeutischen Kompetenzen – insbesondere aus der Musiktherapie – gestalte ich Begegnungen, die an Demenz erkrankte Menschen auf einer tiefen Ebene erreichen.


Klänge, Rhythmen und vertraute Melodien können Erinnerungen öffnen, beruhigen, aktivieren und Orientierung schenken.


Dabei verbinde ich validierende Kommunikation mit Achtsamkeit, Geduld und menschlicher Nähe. Jede Begleitung orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen des Einzelnen – daran, was noch da ist, was gut tut, entspannt und stärkt.





Meine Therapieangebote näher beschrieben:


Es ist mir ein Herzensanliegen, dass meine Angebote für jeden Menschen zugänglich sind – unabhängig von der körperlichen Mobilität. Ob Musiktherapie, Entspannung oder Klangschalenmassage: Alle meine Methoden sind so konzipiert, dass sie ganz flexibel in den Alltag integriert werden können. Sie können im Sitzen, im Sessel oder auch direkt am Bett stattfinden. Ich mache Haus-, Heim- und Klinikbesuche.


Musiktherapie


"Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an".
ETA Hoffmann


Wenn die Erinnerung schwindet und die Orientierung verloren geht, bleibt die Musik oft die letzte Verbindung zu den Gefühlen und der eigenen Identität; zugleich kann sie geistige Horizonte eröffnen.


Rezeptive Musiktherapie bedeutet die Entfaltung von heilsamen Kräften über das Hören. Einem bekannten Werk zu lauschen gibt Halt, weckt Erinnerungen, schenkt Entspannung, lindert Unruhe und aktiviert. Ich richte mich nach Ihren Wünschen und den Wünschen Ihrer Angehörigen. Mit meiner kleinen Musikanlage im Gepäck ist es mir möglich, jeden Musikwunsch zu erfüllen. Sollten keine Vorlieben bekannt sein, lege ich den Schwerpunkt auf das Hören von klassischer Musik. Vor allem Werke von Bach, Haydn und Mozart haben eine Halt gebende Wirkung. Die Musik dieser großen Meister vermittelt Ruhe und Kraft. Sie berührt zutiefst, da sie einen Wiederhall im innersten Wesenskern des Menschen hervorruft – eine Geborgenheit und ein Verstandensein auf humanistischer und spiritueller Ebene. Oder ist Ihnen nach Josquin, Beethoven, Mahler oder Schostakowitsch? Auch das – jederzeit! Wenn Ihnen Musik Lebenselixier war, dann ist und bleibt sie Lebenselixier. Und es muss wirklich nicht immer Schlager sein. Sich öffnen für neue Klangwelten und die heilsame Kraft der klassischen Musik entdecken: Ich helfe gerne dabei!


Ebenfalls zur rezeptiven Musiktherapie zählen kleine Klangkonzerte. Hier greife ich auf einfache Obertoninstrumente zurück. Klangschalen und Monochord erzeugen keine Melodie und Harmonie im gewohnten Sinne, sondern vielmehr einen schwebenden Klangraum, in dem der Körper mitschwingen kann und selbst zu einem Klang- und Resonanzkörper wird. Sansula und Indianerflöte sind pentatonisch gestimmt und für freies Improvisieren gut geeignet, während die Sonodrum Rhythmus und Klang verbindet.


Bei der aktiven Musiktherapie kommen Klangschalen, Monochord, Sansula und Sonodrum zum Einsatz. Sie sind ohne Vorkenntnisse spielbar – allein oder im Duett mit mir – und dienen der gestützten Kommunikation. Mit dem Monochord lässt sich zudem wunderbar „tönen“; seine Klänge laden ein zum Summen, mit oder ohne Worte. Zwei Blockflöten (Sopran- und Altblockflöte aus waschbarem Material) finden sich ebenso unter meinen Instrumenten – für gemeinsames Spiel oder Solospiel – wie ein klappbares E-Piano für Begleitungen oder eigenes Spiel. Und Singen  geht natürlich immer!


Die Klangschalenmassage stellt eine ganz besondere Möglichkeit dar, Musik und Körpertherapie zu verbinden. Im Sinne der basalen Stimulation wird Klang nicht nur gehört, sondern auch gespürt. Die Schalen werden auf den bekleideten Körper aufgesetzt und sanft angeschlagen. Die Schwingungen gehen spürbar auf den Körper über, der somit selbst zu einer Art Klang- bzw. Resonanzkörper wird.

Eine Klangschalenmassage kann beruhigend, aber auch anregend sein; sie wirkt ausgleichend. Zudem ist sie eine wunderbare Methode der nonverbalen Kontaktaufnahme und kann den Weg für ein späteres Gespräch und den gemeinsamen Austausch bereiten.

Entspannungstherapie


"Schweigen ist nicht leer, sondern voller Antworten."


Solange es die individuellen Möglichkeiten erlauben, lade ich dazu ein, aktiv an den Entspannungsübungen teilzunehmen. Progressive Muskelentspannung, kleine Eigenmassagen, Atemübungen oder leichte Körperübungen – sie alle haben zum Ziel, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und gleichzeitig zu entspannen.

Bei Unruhe und Angst können zudem passiv angeleitete Übungen wie das Autogene Training und Fantasiereisen helfen, zur Ruhe zu kommen und in heilsame innere Bilderwelten einzutauchen. Und manchmal ist es einfach schön, gemeinsam zu schweigen. Kommunikation ohne Worte. Meditation ist die Kunst des Verweilens im Hier und Jetzt. In diese Stille hinein kann Musik erklingen – hier schließt sich der Kreis zur rezeptiven Musiktherapie.


Biografiearbeit


 „Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen,

an denen du Gutes erfahren hast. Auf dass die Erinnerung dich wärmt

und gute Träume deinen Schlaf begleiten.“ Aus Irland


Das eigene Leben zu betrachten, kann wie das Blättern in einem wertvollen Buch sein. In der Biografiearbeit biete ich den Raum, gemeinsam in diesen Kapiteln zu lesen. Dabei verbinde ich validierende Gesprächsführung mit empathischem Zuhören. Es geht nicht um das bloße Abrufen von Daten, sondern um das lebendige Spüren der eigenen Geschichte – dann, wenn die Erinnerungen angenehm sind und Kraft schenken.

Biografiearbeit ist kein Muss. Erinnern kann beglücken, aber es kann auch anstrengen oder Unruhe stiften. Wenn das Zurückblicken zu schwer wird oder die Konzentration ermüdet, darf die Geschichte ruhen. Mein Gespür leitet mich hierbei: Ich erkenne, wann das Erzählen wohltuend ist und wann es wichtiger wird, „sich selbst in Ruhe zu lassen“. Dann kann Biografiearbeit wiederum übergehen in Musik- und Entspannungstherapie.


Noch ein Wort zu meinem Hintergrund und Ihrem Mehrwert:


In meiner Begleitung fließt vieles zusammen: Ich besitze die staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde im Bereich der Psychotherapie (Heilpraktikergesetz) und bin ausgebildete Klang- und Entspannungstherapeutin sowie Trauerbegleiterin. Zusätzlich verfüge ich über die zertifizierte Ausbildung zur Betreuungskraft nach §§ 43b, 53b SGB XI. Diese Kombination ist mir wichtig, da sie es mir erlaubt, Fachtherapie mit einer ganzheitlichen, alltagsnahen Fürsorge zu verbinden – was neben meiner langjährigen Berufs- und Lebenserfahrung das Besondere an meiner Arbeit ausmacht.



In Baden-Württemberg ist es freiberuflichen Betreuungskräften derzeit leider noch nicht gestattet, direkt mit den gesetzlichen Pflegekassen abzurechnen. Meine Leistungen richten sich daher an Selbstzahler.


Gut zu wissen:
Viele Privatversicherungen übernehmen die Kosten anteilig. Zudem können Sie meine Rechnungen in der Regel steuerlich als
außergewöhnliche Belastungen geltend machen.